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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften (ZSE) /
Journal for Comparative Government and European Policy Jahrgang / Volume VII, Nr. / No. 1 (2009) Harold James Die Krise der Finanzmärkte und die Rückkehr des Staates Die gegenwärtige Finanzkrise lässt die Rufe nach dem Staat lauter werden, der die gegebenen Probleme lösen soll. Es stellt sich allerdings die Frage, ob daraus nicht neue Schwierigkeiten erwachsen können. Die Kreditklemme des Jahres 2008 hat in der Tat ernsthafte Schwächen des Finanzsektors offen gelegt. Die historische Erfahrung lehrt jedoch, dass solchen Problemen auf lange Sicht besser durch technologische Innovationen als durch staatliche Interventionen begegnet werden kann. Hinzu kommt, dass nur sehr wenige Staaten tatsächlich über die Kapazitäten verfügen, steuernd in globale ökonomische Zusammenhänge einzugreifen. Angesichts der jüngsten Entwicklungen erscheint eine Abkehr von der Globalisierung und eine Rückkehr zu nationalen Problemlösungsversuchen wahrscheinlich. In the current financial crisis, calls for the state to solve the given problems rise. This might, however, lead to new difficulties. The credit crunch of the year 2008 displayed indeed serious weaknesses of the financial sector. Nevertheless, historical experience shows that such problems are rather solved by technological innovations than by state intervention. Furthermore, only very few states possess the necessary capacities for influencing global economic developments. By now, turning away from globalisation and returning to national attempts at problem-solving seems probable. |