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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften (ZSE) /
Journal for Comparative Government and European Policy Jahrgang / Volume VI, Nr. / No. 3 (2008) Jasmin Häcker, Bernd Raffelhüschen und Jörg Schoder Im Namen der Gerechtigkeit Der Begriff der Gerechtigkeit ist zwar vieldiskutiert, aber nicht eindeutig operationalisiert. Mit Blick auf seine Rolle im politischen Prozess besteht vor diesem Hintergrund die Gefahr, dass das öffentliche Gerechtigkeitsempfinden für die Durchsetzung von Partikularinteressen missbraucht wird. Ein Beitrag zur Lösung dieser grundlegenden Problematik des politischen Prozesses kann in der Erhöhung der Transparenz liegen. Im Sinne von Kelsen geht es also darum, „bessere Fragen“ zu stellen. Politische Maßnahmen wirken sich meist auf mehrere Dimensionen eines umfassend definierten Gerechtigkeitsbegriffs aus. Die Methodik der Generationenbilanzierung kann dabei hilfreich sein, mögliche Konflikte zwischen intra- und intergenerativer Gerechtigkeit zu identifizieren, ohne jedoch den Anspruch zu erheben, Gerechtigkeit messen zu können. The debate on issues of justice is as old as mankind; however, no unambiguous operationalisation has been agreed upon so far. Regarding its role in practical politics, the term bears the risk of interest groups abusing the common perception of justice for their objectives. Improved transparency in political decision-making can help to avoid these dangers. According to Kelsen, it is all about asking „better questions“. The term justice has often several dimensions, which are affected differently, depending on the underlying policy. The method of generational accounting can be a useful tool for identifying conflicts between inter- and intragenerational justice, without claiming to be able to measure justice altogether. |