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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften (ZSE) /
Journal for Comparative Government and European Policy Jahrgang / Volume VI, Nr. / No. 3 (2008) Steffen Osterloh, Friedrich Heinemann and Philipp Mohl The EU Tax Revisited: Should there be one? And will there be one? Preceding the upcoming review of the EU Financial Framework, the idea to shift the common financing system from national contributions to an EU tax has been repeatedly voiced. This contribution presents an overview of the arguments raised in favour of and against such a reform, followed by a statistical analysis of its distributive effects on the Member States. The findings indicate that, in addition to the major drawbacks of an EU tax derived from normative analyses, no tax exists which might create a distributional pattern which is at least roughly similar to the existing one. Therefore, given the veto power of national representatives in the Council, the introduction of an EU tax would only be possible if it were accompanied by a reinforced correction mechanism. In sum, an EU tax would not solve the shortcomings of the current fiscal constitution. Mit Blick auf die anstehende Überprüfung der Finanziellen Vorausschau der EU wurde wiederholt der Vorschlag vorgebracht, im Rahmen der Finanzierung der Union von Beiträgen der Mitgliedstaaten zu einer EU-Steuer überzugehen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Argumente von Befürwortern wie Gegnern einer solchen Reform. Dem schließt sich eine statistische Analyse der Verteilungswirkungen auf die Mitgliedstaaten an. Daraus lässt sich schließen, dass nicht nur normative Erwägungen gegen eine EU-Steuer sprechen, sondern zudem keine mögliche Steuer annähernd ähnliche distributive Effekte auf die Mitgliedstaaten wie das gegenwärtige Finanzierungssystem hätte. Vor dem Hintergrund des Einstimmigkeitserfordernisses im Ministerrat wäre die Einführung einer EU-Steuer somit nur in Verbindung mit einem verstärkten Ausgleichsmechanismus möglich. Im Ergebnis wäre eine EU-Steuer keine Lösung für die Mängel des gegenwärtigen Finanzierungssystems. |