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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften (ZSE) /
Journal for Comparative Government and European Policy Jahrgang / Volume VI, Nr. / No. 1 (2008) Dóra Györffy Political Trust and the Success of Fiscal Consolidation In spite of early expectations, the liberalisation of capital markets did not induce a world-wide improvement in fiscal balances. Interpreting fiscal adjustment as a form of social dilemma, the article addresses this puzzle through considering the consequences of politi-cal trust on the success of consolidations. Based on a comparative analysis of Swedish and Hungarian fiscal reforms during the mid-1990s, it is shown that the level of trust strongly affects both the method of implementation and the composition of the stabilisa-tion package, which in turn determine the long-term sustainability of the adjustment. Evidence from Economic and Monetary Union indicates the potential for generalising these findings and support the claim that lasting fiscal consolidations can be expected only in a high-trust environment. In a low-trust regime, even if external pressures trigger adjustment, the incentive to buy support through short-term promises ultimately erodes the commitment to restraint and imbalances re-emerge. Entgegen den ursprünglichen Erwartungen führte die Liberalisierung der Kapitalmärkte nicht zu einem weltweit verbesserten Gleichgewicht der öffentlichen Haushalte. Dieser Beitrag interpretiert fiskalische Anpassungsmaßnahmen als soziales Dilemma und unter-sucht auf dieser Grundlage die Auswirkungen von politischem Vertrauen auf den Erfolg von Konsolidierungspolitiken. Anhand einer vergleichenden Analyse der Reformen in Schweden und Ungarn Mitte der 1990er Jahre wird aufgezeigt, dass das Ausmaß des Vertrauens einen starken Einfluss sowohl auf die Art der Implementation als auch auf die Zusammensetzung der Stabilisierungsmaßnahmen hat, wovon wiederum die Nachhaltig-keit der Anpassung abhängt. Daten aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Wirt-schafts- und Währungsunion deuten darauf hin, dass diese Erkenntnisse grundsätzlich generalisierbar sind, und stützen die These, dass anhaltende fiskalische Konsolidierung nur unter der Bedingung hohen politischen Vertrauens zu erwarten ist. Anderenfalls erodieren auch unter externem Konsolidierungsdruck die entsprechenden Anstrengungen durch den Anreiz, über kurzfristige Versprechungen öffentliche Unterstützung zu erhalten. |