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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften (ZSE)
Jahrgang II, Heft 2 (2004) Udo Diedrichs Flexible Formen der Zusammenarbeit in der EU: Dynamik durch Differenzierung? Flexible Formen der Zusammenarbeit im Rahmen der Europäischen Union werden seit Jahren intensiv diskutiert, fanden aber bislang keine praktikable Form. Die in den Verträgen von Amsterdam und Nizza vorgesehene Option einer „verstärkten Zusammenarbeit“ stellt kein überzeugendes Angebot dar. Auch nach Ratifizierung des Verfassungsvertrags erscheint eine intensive Nutzung dieser Bestimmungen unwahrscheinlich, zumal in der erweiterten Union die neuen Mitgliedstaaten ihre Exklusionsbefürchtungen noch deutlicher artikulieren werden. Dagegen bestehen berechtigte Hoffnungen, dass die im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) etablierte „strukturierte Zusammenarbeit“ auf den Weg gebracht werden kann; sie wird aber ihre Effektivität noch unter Beweis stellen müssen. Flexible forms of cooperation have been for years a key issue on the agenda of the European Union. The provisions on “enhanced cooperation”, established by the Treaties of Amsterdam and Nice, did not, however, offer a convincing institutional solution. Even after the ratification of the Constitutional Treaty the efficiency and effectiveness of the relevant provisions will be considered insufficient, not least due to pronounced fears among the new member states of being excluded from certain policy areas. Regarding the “structured cooperation” within the European Security and Defence Policy (ESDP), some progress has been achieved. Whether this signals an effective form of flexibility within the EU, remains to be seen yet. |