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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften (ZSE)
Jahrgang I, Heft 3 (2003) Wolfgang Wessels Institutionelle Architektur für eine globale (Zivil-) Macht? Die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik im „Verfassungsvertrag“ Der Konvent hat die Architektur der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik mit einigen neuen institutionellen Bausteinen in Richtung eines „verfeinerten Intergouvernementalismus“ fortgeschrieben. Für ehrgeizige Ziele einer globalen Zivilmacht teilt er der Union nur wenige Instrumente zu; der Präsident des Europäischen Rats erhält ein unbestimmtes Rollenprofil, während der Außenminister der Europäischen Union mit einem weiten Aufgabenhorizont, aber nur begrenzten Rechten in einem intra- und interinstitutionellen Spannungsfeld angesiedelt wird. Angesichts der Beibehaltung der Einstimmigkeitsregel entwickelte der Konvent innovative Formen der „strukturierten“ und „engeren Zusammenarbeit“. Insgesamt ist jedoch nur eine begrenzte Zunahme an Binneneffizienz und Außeneffektivität für eine globale Rolle der Union zu erwarten. The Convention has again reformulated the architecture of the Common Foreign and Security Policy (CFSP). While it introduced some institutional elements reinforcing trends towards a “refined intergovernmentalism”, the EU was provided only few instruments for reaching its ambitious goal to become a “global civilian power”. The role of the new President of the European Council is still defined too vaguely. The Foreign Minister, on the other hand, was assigned a broad area of responsibility, but only limited competencies; he has been located within the intra- and inter-institutional conflict structures. As the unanimity rule was not changed, the Convention created the innovative forms of “structured” and “closer cooperation”. In sum, however, internal efficiency and external effectiveness of the Union as a global player will not be substantially enhanced by the Constitutional Treaty. |